Diagnostikpfad bei Verdacht auf CRPS


Bevor die Diagnose CRPS gestellt werden kann, müssen anderer Erkrankungen ausgeschlossen sein, wie z. B.:

  • tiefe Beinvenenthrombose
  • vaskuläre Insuffizienz
  • Kompartmentsyndrom
  • Thrombophlebitis
  • Thoracic-outlet-Syndrom
  • Cellulitis
  • periphere Neuropathie
  • Lymphödem
  • Selbstverletzung
  • rheumatologische Erkrankung
  • Ausschluss durch apparative Diagnostik
  • Labor
    • BB, CRP, BSG (Ausschluss infektiöser Ursachen)
  • Bildgebung bei unsicherer Diagnose
    • Dreiphasen-Skelettszintigrafie bis zu 5 Monaten
    • konventionelles Röntgen ab 3 bis 12 Monaten
  • interventionelle Diagnostik (diagnostisch und therapeutisch)
    • Sympathikus Blockade bei Störung der Vaso Motorik und/oder Sudomotorik anamnestisch und/oder
    • klinisch Neurophysiologie
    • bei Verdacht auf Nervenverletzung Verifizierung durch Neurografie (Unterscheidung CRPS I und CRPS II)
    • Verifizierung einer Störung des autonomen Nervensystems mittels Ninhydrin-Schweisstest, sympathischer Hautantwort bzw. Infrarotthermografie möglich

 

weitere Abklärungen:

 

  • Physiotherapeutische/ ergotherapeutische Evaluation zur Standortbestimmung der funktionellen und schmerzbedingten Beeinträchtigung sowie Therapie.
  • Psychologische/ Psychiatrische Evaluation zur Erfassung eventueller psychiatrischer Komorbiditäten und psychosozialer Belastungsfaktoren.

 

Die Diagnostik läuft in erster Linie als Beschwerdebild ab und ist daher sehr variabel.

 

Eine Abgrenzung zu normalen posttraumatischen Verläufen ist häufig schwierig, meistens wird die klinische Diagnose nicht selten verzögert oder falsch gestellt.

Es ist oft schwierig, ein CRPS zu erkennen, weil es eben NICHT das klinische Bild gibt, sondern es so unterschiedlich stark variiert. Der Krankheitsverlauf ist sehr unterschiedlich und lässt keine Rückschlüsse auf Entstehung und Prognose des CRPS zu.

 


Ein Anspruch auf Vollständigkeit besteht nicht.

 

Quellen:

Stand 2012 wird im Moment überarbeitet

https://www.dgn.org/leitlinien/3618-ll-030-116-diagnostik-und-therapie-komplexer-regionaler-schmerzsyndrome-crps-2018